Im dv9673eg ist ein Mobil-Prozessor von AMD verbaut, der TL-64 taktet mit 2,2 GHz, damit ist er die Nummer zwei unter den AMD Mobil-Prozessoren, nur der TL-66 mit 2,3 GHz wäre noch eine Stufe schneller. Der TL-66 wird nach meinem Wissen von HP nicht verbaut, vielleicht eine Frage der Wärmeentwicklung bei hoher Arbeitslast?
In vielen Anwendungen sind die AMDs etwas bis deutlich langsamer als die Intels mit gleicher Taktrate, da die AMD Prozessoren den deutlich kleineren Cache aufweisen. Beim Energieverbrauch und damit bei der Akkulaufzeit sind sie den Intels mittlerweile etwa gleichwertig.
Im dv9673eg wird der Prozessor mit seinen beiden Kernen für die Analyse von Schachpartien gelegentlich voll belastet, es werden also wirklich beide Kerne für eine längere Zeit (mehrere Stunden) zu annähernd 100 Prozent ausgelastet. Dieses Szenario unterscheidet sich von einigen anderen Anwendungen, die zwar einen Prozessorkern voll auslasten, wegen der fehlenden Multiprozessorfähigkeit des Anwendungsprogrammes den anderen Kern aber “relativ kalt” lassen.
Unsere Schachprogramme eignen sich aus genanntem Grund gut zum Testen der Leistungsfähigket des Kühlsystemes, in einem Notebook nicht ganz unwichtig, besonders unter dem Aspekt, dass der Anwender ja nicht mal eben den Prozessorlüfter austauschen kann…
Un dann wäre ja auch noch die nicht unerhebliche Frage, mit welcher Lautstärke der Lüfter seine Aufgabe lösen kann…
Bei voller Auslastung der beiden Kerne und normaler Bodenfreiheit des Notebooks beim Aufstellen auf einem Schreibtisch aus Holz kommt der Prozessor leicht auf über 87 °C. Das ist eine Teperatur, die mir schon bedenklich erscheint. Ich weiß nicht, für welche Grenztemperatur der Prozessor zugelassen ist, besonders wohl kann einem bei der Temperatur aber nicht mehr sein. Irgendwie möchte man des Notebook bei solchen Temperaturen nicht mehr unbeaufsichtigt stehen lassen, wer weiß, was da passieren könnte.
Gemessen werden alle Temperaturen hier mit dem Monitoring Tool von Rightmark CPU Clock Utility.
Der Lüfter läuft unter solchen Bedingungen natürlich auch auf “Anschlag”. In mehreren Schaltstufen gelangt er schnell zu seiner höchsten Stufe, die sehr deutlich hörbar ist und auch stört. Das einzig Positive daran ist, dass der Lüfter nach meinem Eindruck nicht nervt, die Geräuschkulisse könnte durch dauernde Frequenzwechsel des Lüfters und Lautstärkewechsel durchaus noch unangenehmer ausfallen.
Die Rekordtemperatur von 90 °C am Prozessor schreit jedenfalls nach Abhilfe. Zum Glück ist da auch ohne Eingriffe in die Hardware etwas zu machen, darüber berichten wir beim nächsten Post…
Tags: Kühlung, Lüfter, Prozessor
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